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Was ist los? Wir alle reagieren oft ohnmächtig auf neue Schreckensmeldungen, egal ob es sich um die globale Finanz- und Klimakrise handelt, den Druck am eigenen Arbeitsplatz oder die steigende Miete. Täglich begegnen wir solch schlechten Nachrichten und erfahren so von Zuständen, die wir nicht länger hinnehmen müssten. Sicherlich kommt immer wieder das Gefühl auf, allein zu sein und doch nichts ändern zu können. Aber statt einsam unter der Situation zu leiden, sollten wir uns die eigentliche Stärke bewusst machen, die gerade darin liegt, dass diese Probleme so viele betreffen. Passiv bleiben? Dass wir, die Mehrheit der Bevölkerung, die nicht an den entscheidenden Hebeln in Politik und Wirtschaft sitzt, trotzdem passiv bleiben, ist ganz im Sinne der Regierenden und Privilegierten. Unsere Meinung zu politischen Themen interessiert sie nicht; sie befragen uns nicht in bundes- oder europaweiten Volksabstimmungen, Bürgerbegehren werden weitestgehend erschwert. Stattdessen vermitteln sie uns z.B., dass Forderungen von Gewerkschaften, sozialen Bewegungen oder Bürgerinitiativen unrealistisch seien, dass vermeintliche „Sachzwänge“ Veränderungen unmöglich machten und dass anderswo alles noch viel schlimmer sei und wir uns deshalb zufrieden geben sollten.  Schluss damit! Den Gefallen, passiv zu bleiben, wollen wir ihnen nicht länger tun. Einmal in vier Jahren unser Kreuzchen bei jenen zu machen, die sonst auf uns verzichten, entspricht nicht unserem Verständnis von Demokratie. Wir wollen uns nicht länger gegen unseren Willen regieren und für unmündig verkaufen lassen. Also tun wir es nicht! Wir wollen uns nicht länger nur wünschen, dass alles besser oder gerechter wird. Also kämpfen wir dafür! Wir wollen nicht warten, bis uns jemand nach unserer Meinung fragt. Also sagen wir sie! Mit dieser Seite wollen wir einerseits die großen und kleinen Skandale dokumentieren, die unser Leben prägen: Die Abhängigkeit tausender Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Entscheidungen einzelner, die Gefährdung der Umwelt durch Wirtschaftsinteressen oder die Diskriminierung von Menschen aufgrund willkürlicher Merkmale, um nur wenige Beispiele zu nennen. Andererseits möchten wir aber auch Anregungen geben, wofür und auf welche Art und Weise es sich lohnt, selbst etwas zu unternehmen: mit Aktionsberichten, -formen und -ideen. Dafür möchten wir mit Euch in Austausch treten. Gern veröffentlichen wir auch Eure Berichte oder kommen mit Euch ins Gespräch über die Umsetzung von Aktionsideen. Kontaktiert uns einfach! Euer bleib-passiv-Team
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