Als viertgrößtes Medienunternehmen weltweit und als das größte Medienhaus Europas hat Bertelsmann ein mächtiges Instrumentarium für die Produktpropaganda und Kundenrekrutierung über seine hauseigenen Medien. Dabei scheint tatsächlich auch kein Mittel ungenutzt zu bleiben - außer vielleicht einer gesetzlichen Zwangsmitgliedschaft im »Club«.
Während die Google-Plattform »Youtube« seit der allmählichen Einführung von Werbeanzeigen in den Videos vor zwei Jahren viel Kritik einheimste und laut dem Computerportal »Winfuture« einige Youtube-Nutzerinnen und -Nutzer sogar mit Boykott drohten, etabliert Bertelsmann unterdessen eine neue Werbestrategie im Internet: »FLOADED«.
Man dachte, Thilo Sarrazins Äußerungen über Migranten in Deutschland wären an Dreistigkeit und völkischem Chauvinismus nicht zu überbieten (von echten Nazis einmal abgesehen), doch dann kam Spiegel TV, um dem Hobby-Rassisten Sarrazin beiseite zu springen. Dem geneigten RTL-Publikum wurde ein Beitrag gezeigt, der wirklich kein Vorurteil über Ausländer unbeachtet ließ.
US-Präsident Barack Hussein Obama wird im Dezember der Friedensnobelpreis verliehen werden. Das wurde gestern Nacht bekannt – ebenso wie die Fast-Einsatzbereitschaft einer bunkersprengenden 14-Tonnen-Bombe, die das US-„Verteidigungs“-Ministerium bauen ließ, um versteckte Massenvernichtungswaffen zu zerstören. Eine damit verbundene Drohung in Richtung Iran, der nach Glauben der USA eben unterirdisch Atomwaffen baut, ist noch nicht erfolgt, aber absehbar. Die Bombe soll in einigen Monaten einsatzbereit sein. Für den Friedensnobelpreis kann man nur hoffen, dass Obama bis zur Verleihung im Dezember noch nicht den Abschussbefehl gegeben hat.
Angesichts der schwarz-gelben Sozialabbau-Koalition wird es in den nächsten 4 Jahren besonders wichtig, nicht passiv zu bleiben, sondern seine Meinung zu sagen – egal zu welchem Problem. Eine Aktionsform, die sich bei absolut jedem Thema anbietet, ist das Einreichen von Petitionen.
Jedes Gesetz kann sich in der Praxis als mangelhaft erweisen. Deswegen ist es in einer Demokratie wichtig, dem Bürger zu helfen, nicht passiv zu bleiben, sondern Unrecht zu verhindern oder zu beseitigen. Als eines der klassischen Grundrechte gilt das Petitionsrecht. Es ist in Artikel 17 GG niedergeschrieben. Es garantiert das Recht, sich kostenlos und formlos mit einer Beschwerde oder Bitte an den Staat, eine Behörde oder Volksvertretung, zu wenden (Artikel 17 GG). Daraus darf niemandem ein Nachteil entstehen. Von diesem demokratischen Grundrecht machen jährlich ca. 20.000 Menschen Gebrauch. (Quelle: abgeordnetenwatch.de) Hier steht, wie's geht:
Weit hatte es Angela Merkel eigentlich nicht, zu ihrem Wahllokal am vergangenen Sonntag. Aber aus Sicherheitsgründen wird sie gemeinsam mit ihrem Mann im Dienstwagen zur Urne gefahren... (Ob die Chauffeure und Leibwachen aus Protest gegen ihre Sonntagsarbeit wohl Die Linke wählen?) Wie dem auch sei. Als sie aussteigt wird sie nicht nur von einem gierigen Schwarm aus Journalisten begrüßt, sondern auch von einer protestierenden Gruppe.
Der designierte Außenminister Guido Westerwave wurde auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl von einem Reporter der BBC mit einer englischen Frage konfrontiert, die er nach dem Motto "Deutsch in Deutschland" "Englisch in England" nicht beantworten wollte. Ein respektables Motto, so lange er es auf seinen Reisen durch die Welt auch konsequent verfolgt. Wir freuen uns auf japanische Interviews nach einem Treffen mit Regierungschef Yukio Hatoyama oder einer Pressekonferenz auf Spanisch mit Venezuelas Staatschef Hugo Chávez.
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Das Wort „Reform“ hat im letzten Jahrzehnt eine erstaunliche Wendung erfahren. Ehemals positiv besetzt, mit Begriffen wie Fortschritt und Entwicklung assoziiert, steht es heute für Zumutungen der Regierenden, für Sozial-Kahlschlag und die Rücknahme einstiger Errungenschaften. Schwarz-Gelb hingegen stand schon immer für all jenes. Nun trifft also wieder zusammen, was ohnehin zusammen gehört, und die Protagonisten und Lobbyisten einer entmenschlichten Politik stehen bereits Gewehr bei Fuß.