wie ihr sicher schon festgestellt habt und uns von verschiedener Seite bereits zugetragen wurde, ist unsere Kommentarfunktion seit geraumer Zeit ein wenig bockig.
Nur damit keine Missverständnisse entstehen: uns ist unser Motto nicht zu Kopf gestiegen und wir wollen euch natürlich auch nicht in die völlige Passivität zwingen. Im Gegenteil, wir würden uns über ein weiterhin so großes Interesse eurerseits sehr freuen und sind deshalb bemüht, dass Problem schnellstmöglich zu beheben. An dieser Stelle werden wir natürlich ankündigen, wenn es wieder munter drauf los Kommentare hageln kann.
Bis dahin -
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Nichts liegt uns ferner als auf dieser Seite Werbung für Mc Dick & Doof zu machen, doch folgender Werbespot kann nicht unkommentiert bleiben. Darin wirbt der unersättliche Global Player mit dem Hang zur weltweiten Verschlechterung der Essgewohnheiten um neue Mitarbeiter. Das ist wahrscheinlich billiger als anständige Löhne zu zahlen. Der Höhepunkt jedoch ist folgender Beitrag einer älteren Dame:
"Mit 65 WIEDER arbeiten und das bei MC Donald's? Aber es macht mir sooo vieel Spaß..."
Die Botschaft der Kampagne, die ähnlich bereits 2006 in Großbritannien lief: Das ach so freundliche Familienunternehmen hat ein riesiges Herz für die ganze Familie und bietet derart gute Arbeitsbedingungen, dass auch erfahrene Arbeitnehmer zufrieden sind.
Die Wahrheit: Die zunehmende Altersarmut in Deutschland zwingt schon heute viele ältere Menschen dazu, sich neben der Rente etwas hinzuverdienen zu müssen. Schwarz-Gelb-Rot-Grün machen's möglich - die Industrie freut sich öffentlich. Diese Werbung ist noch geschmackloser als der angebotene Fraß. Wer hätte gedacht, dass das überhaupt möglich ist...
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Damit wir in den Feiertagen vor lauter Passivität nicht gleich einrosten, gibt es an dieser Stelle von uns ein paar Hinweise zum Stöbern. Es sind Hinweise auf Websites, die gerade in den Tagen der konsumkapitalistischen Hochkonjuktur auf verblüffende Weise anders und sinnstiftend sind.
Als Big Four werden die 4 größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt bezeichnet. Zu ihnen gehören PriceWaterhouseCoopers (PWC); Deloitte Touche Tohmatsu (i.d.R. nur als Deloitte bezeichnet); Ernst & Young und KPMG. Schon mal gehört? Nein? Kein Wunder, denn außerhalb der Chefetagen großer und mittlerer Unternehmen, des einen oder anderen Bundesministeriums oder der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten hört man ihre Namen eher selten – zumindest wenn man es an ihrem eigentlichen Einfluss auf Wirtschaft und Politik bemisst. Doch was machen die eigentlich?
Vor dem Bildungsgipfel an diesem Mittwoch, bei dem Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder in Berlin angeblich über höhere Bildungsausgaben verhandeln wollen, mehren sich die Anzeichen dafür, dass lediglich mit statistischen Tricks versucht werden soll, das Ziel zu erreichen, im Jahr 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung und Forschung zu investieren. Dieses Ziel wurde bereits im November 2008 auf dem von Angela Merkel initiierten Bildungsgipfel vereinbart. Dass von der so genannten „Bildungsrepublik Deutschland“, indem Bildung als Priorität behandelt wird, nicht im Ansatz die Rede sein kann, beweisen Bund und Länder nun mit ihren vorab bekannt gewordenen Vorschlägen zur Steigerung des Bildungsetats.
Ca. ein Drittel der Abiturientinnen und Abiturienten traut sich nicht, ein Studium aufzunehmen. Eine neue Studie, die SpiegelOnline vorliegt, benennt dafür vor allem zwei Gründe: Ausschlaggebend ist vor allem die Angst davor, die finanziellen Voraussetzungen für ein Studium nicht zu erfüllen, also seinen Lebensunterhalt zuzüglich teurer Lehrmittel und vielerorts auch Studiengebühren nicht bestreiten zu können; besonders vor dem Hintergrund, dass die BAföG-Förderung unzureichend ist und verschulte und überladene Bachelorstudiengänge kaum Zeit zum Arbeiten lassen. Der zweite genannte Grund zum Verzicht auf ein Studium lässt sich geradezu logisch aus dem ersten ableiten: Es besteht bei vielen der Wunsch (oder auch die Notwendigkeit) lieber sofort Geld zu verdienen.
Diese Sorgen besänftigt auch keine Elitenförderung, die sich nämlich hinter Schavans hochgepriesener Bildungsinvestition verbirgt: für die besten 10 Prozent des Jahrgangs jeweils 300 Euro im Monat – weniger als der HartzIV-Regelsatz. Auch sind laut SpiegelOnline besonders Frauen von den finanziellen Ängsten betroffen. 36 Prozent, im Gegensatz zu 25 Prozent der Männer, verzichten auf ein Studium. Dadurch verbaut die Gesellschaft einem Drittel künftiger Wissenschaftlerinnen die Zukunft; weibliche Talente werden vergeudet.