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Wozu noch Journalismus? PDF Drucken E-Mail
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Donnerstag, 18. Februar 2010 um 18:28 Uhr

Angela Merkel ruft zum Diktat

 

Dass Journalisten in diesem Land ihrer eigentlichen Aufgabe vielfach nur noch ungenügend gerecht werden, hat uns auf diesem Blog schon häufiger beschäftigt. Wenn man sich das Dilemma so ansieht, ist die Fragestellung einer Serie in der Süddeutschen nur all zu gerechtfertigt: „Wozu noch Journalismus?“ Einen empfehlenswerten Beitrag liefert nun der Freitag-Herausgeber Jakob Augstein, der in „Das ist nicht Ihr Kanzleramt!“ aufzeigt, dass das Hauptproblem im Selbstverständnis vieler Journalisten begründet liegt.


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Zentralorgane gegen Die Linke PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 26. Januar 2010 um 22:52 Uhr

Der Spiegel und die Bild gegen Die Linke.

 

Die Medienlandschaft triumphiert. Kaum hat Oskar Lafontaine aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug von der Bundespolitik angekündigt, frohlocken die Zentralorgane Bild und Spiegel im Chor vom Ende der Linkspartei.

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Der Preis ist Scheiß PDF Drucken E-Mail
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Montag, 25. Januar 2010 um 09:34 Uhr

Merkel im Fernsehen

 

Wir wollen euch gar nicht lange auf die Folter spannen. Deshalb schon mal der Knüller vorne weg:

 

Angela Merkel – ja genau, die Merkel, die für Medien und all diesen Kram extra PR- und Medienberater hat, die ihr sagen, wie, wann und mit welcher Aussage sie am besten in welche Kamera plappern soll bzw. nicht soll – hat am 22. Januar dieses Jahres den Deutschen Medienpreis 2009 erhalten.


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Holländische Journalisten stellen die besseren Fragen PDF Drucken E-Mail
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Freitag, 04. Dezember 2009 um 22:08 Uhr

Schon 2 Wochen alt, aber dennoch ein (Negativ-)Lehrstück in Sachen Journalismus: In ihrer Talk-Show wollte Maybritt Illner den "100.000-Mark-Spende-habe-ich-vergessen"-Finanzminister Schäuble auf die Frage des holländischen Journalisten ansprechen, der Kanzlerin Merkel vor einigen Wochen gefragt hatte, wie man jemanden mit solchen Erinnerungs- oder besser Gewissenslücken zum Finanzminister ernennen kann (siehe unser Volltreffer der Woche vom 26. Oktober). Doch leider verließ sie dabei sichtbar die Courage. Was eine zur Abwechslung mal kritische Frage hätte werden können, verkam zur peinlichen Stammelei, die Schäuble nicht in die Enge trieb, sondern zum Spott gereichte.

 

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Krawall-Journalismus PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 03. November 2009 um 19:40 Uhr

Wie der Blog http://fussball-lebt.de/ berichtet, hat das Deutsche Sport Fernsehen die gestrige Partie der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli via Twitter folgenderweise angekündigt.

 

 

Die Absurdität der Medienlandschaft, insbesondere der Privaten wird hier überaus sichtbar. Mit der Ankündigung vermeintlicher Krawalle sollen Zuschauer gelockt werden, und kommt es tatsächlich zu unschönen Szenen, folgt im Anschluss die große Betroffenheits-Berichterstattung. Damit bedient sich der private Sender derselben journalistischen Ungepflogenheit wie sie die BILD typischerweise betreibt. Diese heizte schon einige Tage im Voraus die Stimmung an. „Wie sicher ist das Krawall-Derby?“ hieß es beispielsweise in der Hamburger BILD. Dazu wurden tagelang über Spieler (der dunkelhäutige Morike Sako: "Ich weiß, dass ich wieder beleidigt werde"), Trainer und Präsident ("Wenn Rostock gegen uns verliert, brennt die ganze Stadt") die schlimmsten Vermutungen geäußert. Nachdem nun St. Pauli-Fans Leuchtraketen auf Hansa-Anhänger schossen, einer ihrer Spieler mit unsportlichen Gesten die Zuschauer provozierte und die Rostocker sich wiederum mit der Polizei duellierten, spricht BILD nun von einer „traurigen Bilanz“.


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SPIEGEL-Seher wissen weniger PDF Drucken E-Mail
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Montag, 12. Oktober 2009 um 16:29 Uhr

Man dachte, Thilo Sarrazins Äußerungen über Migranten in Deutschland wären an Dreistigkeit und völkischem Chauvinismus nicht zu überbieten (von echten Nazis einmal abgesehen), doch dann kam Spiegel TV, um dem Hobby-Rassisten Sarrazin beiseite zu springen. Dem geneigten RTL-Publikum wurde ein Beitrag gezeigt, der wirklich kein Vorurteil über Ausländer unbeachtet ließ.


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Foreign Minister Mr. Westerwave PDF Drucken E-Mail
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Mittwoch, 30. September 2009 um 17:37 Uhr

Der designierte Außenminister Guido Westerwave wurde auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl von einem Reporter der BBC mit einer englischen Frage konfrontiert, die er nach dem Motto "Deutsch in Deutschland" "Englisch in England" nicht beantworten wollte. Ein respektables Motto, so lange er es auf seinen Reisen durch die Welt auch konsequent verfolgt. Wir freuen uns auf japanische Interviews nach einem Treffen mit Regierungschef Yukio Hatoyama oder einer Pressekonferenz auf Spanisch mit Venezuelas Staatschef Hugo Chávez.

 

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Kampfabsage PDF Drucken E-Mail
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Freitag, 18. September 2009 um 13:02 Uhr

Sowohl das ZDF als auch die ARD planten nach dem „Kanzlerduell“ auch noch eine Diskussionsrunde mit den Spitzenkandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien. Beide wurden nun aus dem Programm gestrichen, nachdem sowohl Frank-Walter Steinmeier (SPD) als auch Angela Merkel (CDU) ihre Zusagen zurückgezogen hatten (Quelle).

 

Vorgestern Abend (Mittwoch) sollte im ZDF die „Berliner Runde“ ausgestrahlt werden: sie wurde fallengelassen, nachdem Steinmeier freundlicherweise bereits am Dienstag sein Nicht-Kommen verkündete. Zuvor hatte Merkel abgesagt und angeboten, Christian Wulff ins Rennen zu schicken, der jedoch nicht einmal für den Bundestag kandidiert.

Einmal in Fahrt sagte Steinmeier am Mittwoch auch seine Teilnahme an der für nächsten Montag geplanten Sendung „Die Favoriten“ in der ARD ab. Die Kanzlerin tat es ihm gleich. Das wirft einige Fragen auf.


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