| FriedensNObama |
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| Staatisches |
| Freitag, 09. Oktober 2009 um 14:01 Uhr |
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US-Präsident Barack Hussein Obama wird im Dezember der Friedensnobelpreis verliehen werden. Das wurde gestern Nacht bekannt – ebenso wie die Fast-Einsatzbereitschaft einer bunkersprengenden 14-Tonnen-Bombe, die das US-„Verteidigungs“-Ministerium bauen ließ, um versteckte Massenvernichtungswaffen zu zerstören. Eine damit verbundene Drohung in Richtung Iran, der nach Glauben der USA eben unterirdisch Atomwaffen baut, ist noch nicht erfolgt, aber absehbar. Die Bombe soll in einigen Monaten einsatzbereit sein. Für den Friedensnobelpreis kann man nur hoffen, dass Obama bis zur Verleihung im Dezember noch nicht den Abschussbefehl gegeben hat.
Es ist nicht das erste Mal, dass dieser berühmte Preis, der besondere Verdienste in der Friedensarbeit auszeichnen soll, einen Mann ehrt, der sogar zum Zeitpunkt der Verleihung aktiv in Kriegshandlungen verwickelt ist. 1973 erhielt zum Beispiel Henry Kissinger, damals US-Außenminister und beteiligt am Militärputsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Chiles, Salvador Allende, den Friedensnobelpreis für seine Verhandlung des Friedensvertrages mit Vietnam. Doch der Krieg dauerte noch bis 1975 und die Bilder von verbrannten Opfern der US-Napalm-Bomben lassen uns noch heute erschauern. Sein nordvietnamesischer Verhandlungspartner lehnte wegen Andauern des Krieges den Friedensnobelpreis konsequenterweise ab.
Man fragt sich, was sich das Komitee zur Vergabe des Friedensnobelpreises gedacht hat, Obama damit auszuzeichnen. In seiner Urteilsbegründung heißt es, Obama habe sich außergewöhnlich für die Stärkung der internationalen Diplomatie und für die Zusammenarbeit zwischen den Völkern eingesetzt. Dialog und Verhandlungen werden als vorrangiges Mittel angesehen, um selbst die kompliziertesten internationalen Konflikte zu lösen. Obama hat also den Zustand vor der Bush-Regierung wiederhergestellt. Das ist sicherlich lobenswert, aber noch lange nicht preiswert. Dialog und Verhandlungen sollten oberste Prämisse aber auch Normalität sein, für ein Land, das – wie die USA zumindest nach außen – die Menschenrechte so hoch hält. Außerdem hat Obama bisher seine diplomatischen Großtaten nur angekündigt, aber noch keine davon umgesetzt. Ist das Vergabe-Komitee auch dem Messias-Wahn erlegen, der Obama umgibt, oder warum wird ihm für Versprechen statt für Taten der Friedensnobelpreis zugedacht? Das Einzige, das Obama nämlich bisher in diesem Bereich getan hat, ist die Aufstockung des Soldatenkontingents in Afghanistan um 17.000, so dass dort jetzt 60.000 Soldaten stationiert sind. Weitere Aufstockungen sind im Gespräch.
In der Männerriege der Friedensnobelpreisträger wären Organisationen des Friedensnobelpreis würdiger wie „Mütter gegen den Krieg“, die sich besonders im Tschtetschenien-Krieg engagierten, oder die argentinischen „Mütter des Maiplatzes“, die seit 28 Jahren jede Woche gegen Unterdrückung demonstrieren. Doch ihre Lobby ist nicht so groß wie die des gehypten Obamas. Dieser befindet sich allerdings dieses Jahr in guter Gesellschaft. Die neue Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller zeichnet sich laut Berliner Zeitung dadurch aus, dass sie als eine der wenigen deutschen Intellektuellen „nicht reflexhaft gegen einen Militäreinsatz der NATO im Kosovo wetterten, sondern gerade Westeuropa in der Pflicht sahen einzuschreiten“. Das Komitee hatte dieses Jahr anscheinend ein Herz für Militaristen und machte sich in seiner Urteilsbegründung auch folgende Aufforderung zueigen:
„Es ist nun die Zeit für uns alle gekommen, unseren Teil der Verantwortung zu übernehmen, um eine globale Antwort auf globale Herausforderungen zu finden“, sprach Obama und baute die Super-Bombe. Für Frieden und Militarismus: Seid bereit! Immer bereit! |








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